Franz-Heinz Köhler

Franz-Heinz Köhler, geb. 1934, war nach dem Studium der Volkswirtschaft in Bonn mehrere Jahre beim Statistischen Bundesamt, Wiesbaden, tätig. 1965 übernahm er in seiner Heimatstadt Koblenz das städtische Amt für Bevölkerungswesen, Statistik und Wahlen, das er bis zu seiner Pensionierung leitete. Infolge seiner kulturstatistischen Untersuchungen war er als statistischer Beirat von 1970 bis 1995 Mitglied des Kulturausschusses des Deutschen Städtetags. Daneben war er von 1972 bis 1987 im Verwaltungsrat des Deutschen Bühnenvereins tätig.
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Franz-Heinz Köhler "Koblenz zur Kaiserzeit"

Einwohnerentwicklung, Wirtschafts- und Sozialstruktur

ISBN 978-3-95638-400-4
168 Seiten

Koblenz als Residenzstadt der preußischen Rheinprovinz hat sich während der gesamten Kaiserzeit als Verwaltungs- und Militärstadt begriffen. So ist der Vergleich seiner Entwicklung mit den beiden, zu Beginn der Periode gleich großen Städten Mönchengladbach als Repräsentant des Frühindustrialismus und dem hochindustrialisierten Duisburg sehr aufschlussreich. Das fast rein katholische Koblenz hat sich in den ersten Jahren des Kaiserreichs schwer getan mit der protestantischen Regierung Preußens. Erst der zunehmende Wohlstand, das wachsende internationale Ansehen des Staates und der gemeinsame Kampf der Staatsleitung mit der katholischen Kirche gegen den Sozialismus hat die Einwohnerschaft mit der Regierung des Deutschen Reichs versöhnt. Dagegen hat diesem Meinungswandel keine Änderung der sozialen und wirtschaftlichen Struktur entsprochen.