Jens Korbus
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Jens Korbus "Kommunikatives Interpretieren"

Subtile Signale in Texten
Grundlegung und Beispielanalysen

ISBN 978-3-934795-76-1
112 Seiten

„Schaut her, welch eine eigenrtige und besondere Beziehung zur Welt ich habe“, das ist die Kernaussage der meisten Dichter. - Die ästhetische Botschaft, die Botschaft des Kunstwerks, ist also ein Teil der Beziehungsbotschaft (Paul Watzlawick: Menschliche Kommunikation). Was intuitiv feststand, weist Korbus mit Hilfe der Semiotik wissenschaftlich nach und liefert für seine Thesen Interpretationsbeispiele. In Zukunft kann man an Schule und Hochschule Watzlawicks Axiome, die inzwischen zum Grundbestand gehören, vermitteln und anschließend die ästhetischen Phänomene als Beziehungsbotschaften (3. Axiom Watzlawicks) sehen. So hat man Kommunikationswissenschaft und Interpretation miteinander verkoppelt. Der zweite Teil ist den Trägern von Beziehungsbotschaften in dichterischen Texten gewidmet. Metaphern, Erzählperspektive, das Aufbauprinzip, die Führung durch die Zeit, existentielle Botschaften und Wertungstechniken sind die hier gebräuchlichen Beziehungsformen.In einem letzten Teil weist Korbus nach, dass eindeutige Interpretationsergebnisse (wie z. B. in der Mathematik) nicht möglich sind. Konstanten des Sprachaprioris lassen dies nicht zu. Vier Beispielanalysen, eine zu jeder Textsorte, runden das Bild ab.

Korbus hat in seinem Buch auf Phänomene hingewiesen, die den Forschern bisher entgangen sind. Seine Thesen wurden in vielen Deutsch- Grund- und Leistungskursen bestätigt.

Jens Korbus "Der junge Schweighard"

ISBN 978-3-934795-81-5

100 Seiten

Die Psychoanalyse hat vielleicht Recht, aber man kann mit ihren Wahrheiten nicht leben.“ Sven Schweighard, dreißig Jahre alt, kehrt als Lehrer in die Stadt zurück, in der er aufgewachsen ist. Er verliebt sich in eine junge Frau, beginnt eine Psychoanalyse und trennt sich von seiner Gefährtin. Bald lernt er eine neue Partnerin kennen. Aber auch diese Beziehung endet tragisch. Die Gruppentherapie hat Folgendes bewirkt: Die Fähigkeit „klassisch“ zu schreiben, scheint verloren gegangen zu sein. Seine Erlebnisse, Gefühle und Gedanken über die Frauen, mit denen er zu tun hat, kreisen magisch um sein eigenes Ich. Jens Korbus beschreibt in seiner Erzählung „Der junge Schweighard“ die Generation, die an der 68er-Bewegung nicht aktiv teilnahm, aber dennoch maßgeblich von ihr beeinflusst wurde.

In „Auferstehung“ führt ein Sohn ein Totengespräch mit seinem Vater. „Studienrat Opanjak“ zeigt die Obsessionen eines alternden Lehrers. In „Die Geschwister“ wird ein Atomkraftwerk in die Moselweinberge gebaut. „Tagebuch eines Wahrheitssuchers“ beschreibt die Spurensuche eines Außenseiters in verstrahltem Gelände.

Jens Korbus "Goethes Krafft"

Eine Goethe-Novelle

 

ISBN 978-3-923532-84-1

100 Seiten

Ich bin ja gefangen, dachte er, mitten in Goethes Garten. Ein Kriegsgefangener, ohne je im Leben ein Gewehr angefaßt zu haben. Er blickte sich um und sah einen blauen Rock. Eine zweite Stimme sagte: „Prison-nier de guerre!“, piekte seinen Rücken mit dem Bajonett und trieb ihn aus Herters Garten in die Ackerwand. Dort standen drei Männer, der Schwanenwirt, Schuhmann und der kleine Böhmer. Die feuchten Beete rochen nach Dünger und Kompost. Der Geruch der Pferde. Warum gerade ihn?

Weimar. Die Nacht vom 22. Oktober 1813, kurz nach der Völkerschlacht bei Leipzig. Versprengte französische Soldaten streifen durch die Stadt. Scheinbar ist Goethe von ihnen entführt worden. Aber er liegt nur in seiner Kutsche und träumt. Entführt wurde an seiner Stelle ein anderer, sein Zuträger Krafft, der in dieser Nacht um sein Überleben kämpft und einen inneren Kampf gegen Goethe führt. Eine Novelle um Macht, Rivalität und subtile Formen der Ausbeutung. Wird Krafft seine beiden französischen Entführer abschütteln? Wird es ihm gelingen, sich von Goethe freizumachen?

 

„Jens Korbus hat ein unterhaltsames und kühnes Buch geschrieben. ... Legt Goethe-Kenner Korbus hier seine Abrechnung mit dem Dichter vor? So viel ist sicher: Sein Goethe lässt schmunzeln – und Krafft, den versteht der Leser auch.“    Carlo Kirchner in der „Rhein-Zeitung“

Jens Korbus "Jan Karbarek"

ISBN 978-3-934795-30-3

98 Seiten

Ostpreußen 1905. Otto Karbarek, Jans Vater, wird in Masuren geboren. Er wird Getreidekaufmann und heiratet eine Lehrerin. Im 2. Weltkrieg gerät er in russische Gefangenschaft. Die Mutter flüchtet mit dem kleinen Jungen nach Westen. Im Rheinland gründen sie eine neue Existenz. Jan studiert Germanistik und wird Lehrer. Er kann als östliches Kind mit den Westwerten nicht umgehen, beginnt eine Therapie, gerät an den falschen Therapeuten und bekommt eine Psychose. Erst als er nach zwanzig Jahren in Gedanken nach Amerika zu seinem ehemaligen Coach reist und eine der letzten Therapiestunden als Epiphanie wiedererlebt, befreit er sich von seinem Therapeuten und kann weiterleben.