!
!

Franz-Heinz Köhler, Koblenz zur Kaiserzeit

Einwohnerentwicklung, Wirtschafts- und Sozialstruktur

ISBN 978-3-95638-400-4
168 Seiten

Koblenz als Residenzstadt der preußischen Rheinprovinz hat sich während der gesamten Kaiserzeit als Verwaltungs- und Militärstadt begriffen. So ist der Vergleich seiner Entwicklung mit den beiden, zu Beginn der Periode gleich großen Städten Mönchengladbach als Repräsentant des Frühindustrialismus und dem hochindustrialisierten Duisburg sehr aufschlussreich. Das fast rein katholische Koblenz hat sich in den ersten Jahren des Kaiserreichs schwer getan mit der protestantischen Regierung Preußens. Erst der zunehmende Wohlstand, das wachsende internationale Ansehen des Staates und der gemeinsame Kampf der Staatsleitung mit der katholischen Kirche gegen den Sozialismus hat die Einwohnerschaft mit der Regierung des Deutschen Reichs versöhnt. Dagegen hat diesem Meinungswandel keine Änderung der sozialen und wirtschaftlichen Struktur entsprochen.

Gerd Küppers, Der Mordfall Johann Meder

Ehrenbreitstein 1860

 

ISBN 978-3-95638-407-3

124 Seiten

Zwischen 1850 und 1860 gab es jahrelang keine einzige Scheidung in Ehrenbreit-stein. Dort ereignete sich im Februar 1860 eine fürchterliche Bluttat. Der Lehrer Joseph Keller erschlug den Gastwirt und Fuhrmann Johann Meder im ehelichen Schlafzimmer. Christine, die Ehefrau des Opfers, leistete Beihilfe zum Mord: Die polizeilichen Ermittlungen bestätigten, was man in Ehrenbreitstein bereits ahnte: der Lehrer und Christine hatten ein heimliches Verhältnis. Das Schwurgericht verurteilte die beiden zum Tod, gab der untreuen Ehefrau die moralische Hauptschuld. Man nannte sie sogar „eine Verworfene ihres Geschlechts“, die den Mord durch magische Verführungskunst heraufbeschworen habe. Der Lehrer wurde hingerichtet, doch der spätere Kaiser Wilhelm I. begnadigte Christine zwei Mal. Gestützt auf die veröffentlichten Gerichtsakten erzählt der Autor in diesem Roman sehr anschaulich und spannend vom Leidensweg einer jungen Frau, die morden ließ, um zu überleben.

Petra Weiß, Agnes zu Salm-Salm

Eine amerikanische Prinzessin in Koblenz

 

ISBN 978-3-934795-48-8

138 Seiten, zahlreiche Abb.

Ich werde mich der Zeit meines Aufenthaltes in jener Stadt stets mit
angenehmen und dankbaren Gefühlen erinnern.
                                                   
Agnes Prinzessin zu Salm-Salm

Eine amerikanisch Prinzessin? Und das in Koblenz? Eine heimliche Liebesheirat mit Felix Prinz zu Salm-Salm (1828-1870), der sich im amerikanischen Bürgerkrieg als Berufsoffizier verdingt, macht 1862 aus der exzentrischen Agnes Elisabeth Leclerq Joy (1840-1912) eine Angehörige des deutschen Hochadels. 1868 wird Felix Major im Koblenzer "4. Garde-Grenadier-Regiment Königin", dessen Regimentschefin Königin Augusta ist. Das Prinzenpaar gehört nun  zur High Society der Profinzhauptstadt. Ob bei der Königin im Schloss oder bei König Wilhelm in der Emser Kur: Die Salms sind häufig zu Gast, bis der Beginn des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 dem Leben zwischen Ballsaal und Bankett, Exerziersplatz und Parade ein jähes Ende setzt.

Die Historikerin Dr. Petra Weiß zeichnet den abenteuerlichen Lebensweg der Prinzessin Agnes anhand ihrer 1875 veröffentlichten Memoiren nach. Alles in allem eine bisher unbekannte Episode der Stadtgeschichte, die einen etwas anderen Blick auf die preußische Garnisonstadt eröffnet -- den einer außergewöhnlichen Frau, die es als exotisch anmutende, amerikanische Prinzessin an Rhein und Mosel verschlug.

Hans-Klaus Daumen, Die Gefallenen und Vermissten aus Kesselheim

Erster und Zweiter Weltkrieg

Eine Mahnung für den Frieden

ISBN 978-3-95638-411-0

246 Seiten, zahlr. s/w u. farb Abb., 28,0 x 21,0 cm, Softcover

Winfried Dahmen, Zeitreise durch die Gülser Straße

ISBN 978-3-95638-402-8

79 Seiten, Paperback

In der nur 636 Meter langen Straße zwischen dem „Spilles“ und der Gülser Brücke gab es einst alles, was zum täglichen Leben notwendig war. Dafür sorgten zeitweise bis zu sechs Lebensmittel- und „Kolonialwaren“-Händler. Bei den Bäckern und Metzgern konnten die Kunden jeweils aus drei unterschiedlichen Geschäften wählen. Außer den drei Schuhmachern gab es noch eine Vielzahl von anderen

Handwerkern und Gewerbetreibenden, darunter auch zwei Kohlenhändler.

Für Unterhaltung und Geselligkeit sorgten zahlreiche Gasthäuser und Wirtschaften

mit meist ausgedehnten Gartenterrassen und Tanzsälen.

Wir staunen über dieses geschäftige Leben und über die vielen Menschen,

die in den kleinen Häusern und Wohnungen gelebt und gearbeitet haben.

Da ist es nur natürlich, dass sich ein Teil des täglichen Lebens auf der Straße abgespielt hat.

Daweli Reinhardt / Joachim Hennig, Hundert Jahre Musik der Reinhardts

ISBN 3-934795-24-2
2. Auflage, 111 Seiten

Daweli Reinhardt, Jahrgang 1932, ist ein Koblenzer Sinto, dessen kleine Welt mit 10 Jahren wie ein Kartenhaus zusammenfiel: Der bei Mitschülern und Lehrern beliebte Junge wurde mit 148 Koblenzer Sinti 1943 nach Auschwitz-Birkenau, in das Zigeunerlager, deportiert.

Mit 13 Jahren kehrte er, den Bruder an der Hand, nach Koblenz zurück. In dem Buch erzählt er aus seinem Leben und dem Leben seiner Familie, von den Schrecken des Konzentrationslagers, aber auch davon, wie man danach ohne Verbitterung ein würdevolles Dasein führen kann. Entstanden ist der Einblick in ein vielseitiges Musiker- aber auch Familienleben, das uns Respekt abverlangen muss.

Eduardas Rozentalis, Vierzig kommentierte Partien 1983 –97

ISBN 3-923532-65-2
112 Seiten, 2 Abb., Leinen m. Schutzumschlag, Fadenheftung

Eduardas Rozentalis – kenn’ ich doch! Tatsächlich, der Mann aus Litauen verstärkte ein paar Jahre lang als Legionär die Amateurtruppe der Bundes­liga­mannschaft des Schachvereins Koblenz in ihrem Dauerkampf gegen den Abstieg. Hier legt er eine Auswahl von vierzig seiner besten Stücke vor, aus Einladungsturnieren, offenen Turnieren und Mannschaftskämpfen, kurz aus dem weiten Betätigungsfeld des Schachprofis. Eine Reihe der Koblenzer Partien ist in Selektion aufgenommen.

Jörg Schmitt-Kilian, Münz-Menschen suchen Kontakt

ISBN 978-3-934795-45-7
112 Seiten, zahlr. s/w Abb.

Jörg Schmitt-Kilian beschreibt dicht an den Menschen und nahe an der Realität lustige Geschichten rund um die „Koblenzer Davidswache“, das inzwischen „legendäre“ 1. Polizeirevier in der Altstadt. Auf der Zeitreise zurück in die bewegte Vergangenheit der „wilden Siebziger“ begegnet er vielen Münz-Menschen (so nennt er liebevoll die Altstadt-Bürger) und lässt die Ereignisse vor seinem geistigen Auge Revue passieren. Ein liebevoll geschriebenes Buch für alle Koblenzer, die sich gerne an diese Zeit erinnern, für „Zugereiste“ die neugierig sind und vor allem für Altstädter und Butze, die sich vielleicht wieder erkennen (wollen), denn dieses Buch spiegelt fast (nichts) als die Wahrheit.

 

„... Schmitt-Kilian dreht die Uhr um einige Jahrzehnte zurück, lässt wieder Streifenwagen vor der Münzplatz-Wache parken, Trinkgeld-Gierige durchs Fenster den Beamten heimliche Tipps zuflüstern und die „Butze“ auch mal die Zeche für einen Altstadt-Säufer löhnen, der doch nur „dat Portemonnaie vergässe hatt“ und sonst zum Zechpreller geworden wäre. Schmitt-Kilian pendelt geschickt zwischen Kowelenzer Platt und Polizeideutsch, lässt unvergessliche Anekdoten auferstehen und legendäre Beamte aufmarschieren, erinnert an Stimmungen und Stimmen, Gefühle und Gelächter. Ein Schmuckstück für jeden Liebhaber der Altstadt und ihrer unverwechselbarer Geschichten, ihres ganz besonderen Flairs, ihrer einmaligen Originale ...“   RHEIN-ZEITUNG

J. Ulli Rudy, Spautze

Eine Odyssee zum Funkenregen

ISBN 978-3-934795-43-3
164 Seiten

Die zentralen Figuren Lisa (Cellistin der Rheinischen Philharmonie) und Nick (Architekt) lernen sich durch eine gemeinsame Bekannte im Koblenzer Nachtleben kennen und (im Verlaufe des Romans) lieben.

J. Ulli Rudy zeichnet plastische Charaktere, die der Leser immer besser kennenlernt. Durch seine sich auf der Höhe der Zeit befindliche Sprache, entkleidet der Autor unsere Coolness und schildert Sie und mich (und seine Figuren) in unseren alltäglichen Verhältnissen, mit unseren Wünschen nach Zufriedenheit und Glück und entlang der seelischen und sozialen Klippen hinter unseren aufgesetzten Masken. Die Zerrissenheit und die Abgründe werden transparent und spiegeln uns unsere eigenen Sehnsüchte wieder.

Die Vielfältigkeit des Koblenzer Nachtlebens, mit seinen Licht- und Schattenseiten werden trefflich geschildert - ohne allerdings die Lokalitäten zu benennen. Somit wird der Leser zusätzlich motiviert, aus seinem individuellen Background heraus, die Tatorte dieser quirligen Handlung zu erraten und dingfest zu machen.

Für Nachtschwärmer, die immer auf der Suche nach dem gewissen Kick durch unsere bunte Altstadt streunen, ist dieser Roman sicher eine Offenbarung. Die richtige Lektüre für die ruhigeren Abende in Koblenz - also Sonntag, Montag und Dienstag.

Pro Justiz Rheinland e.V. (Hrsg.), Versuch und Justizreform

Der Kampf um den Erhalt des Oberlandesgerichts und der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz 2011-2012

ISBN 978-3-934795-69-3

183 Seiten, zahlreiche Abb.,
mit CD-ROM

Ziel der Dokumentation war und ist nicht, alle Beiträge in eine einheitliche Form zu bringen. Die Eigenheiten und Unterschiedlichkeiten der Beiträge sollen gerade gewahrt und die verschiedene SIchtweisen und Schwerpunkte der Autoren erkennbar bleiben. Die Vielfalt der Bewegung soll sich auch in der Dokumentation widerspiegeln.