Koblenz / Regionalia
!

Hans-Klaus Daumen Die Gefallenen und Vermissten aus Kesselheim

Erster und Zweiter Weltkrieg

Eine Mahnung für den Frieden

ISBN 978-3-95638-411-0

246 Seiten, zahlr. s/w u. farb Abb., 28,0 x 21,0 cm, Softcover

Hans Post, Halbserie

Eine Koblenzer Aufstiegsstory – nicht nur für blau-schwarze Fußballfans

ISBN 978-3-95638-105-8

143 Seiten

Ortwin Reich, Fort Konstantin und Koblenzer Kartause

ISBN 978-3-95638-406-6

124 Seiten, zahlreiche Abbildungen, Paperback

Das Fort Konstantin liegt im Koblenzer Stadtteil Karthause und war früher Teil der preußischen Festung Koblenz. Gebaut in den Jahren 1822-1827 als Vorposten der Feste Kaiser Alexander, liegt das Fort auf einem Plateau, das zu den ältesten Koblenzer Siedlungsplätzen zählt. Bereits im Jahre 1153 wird für diesen Standort in einer Urkunde ein Benediktinerkloster St. Beatus erwähnt, dessen Besitzungen 1331 an den Kartäuserorden übertragen wurden, der mit seinen strengen Ordensregeln fast 500 Jahre lang das religiöse Leben in Koblenz prägte. In der napoleonischen Zeit wurde das Kloster 1802 säkularisiert und nach der Übernahme des Geländes durch die Preußen im Jahre 1818 mit sämtlichen Gebäuden abgerissen. Erst nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg musste das dort errichtete Fort Konstantin entfestigt werden und diente während des Zweiten Weltkriegs teilweise als Luftschutzbunker.

 

Ortwin Reich bietet nicht nur einen fundierten, gut recherchierten und spannend geschriebenen Überblick über die Geschichte und die Entwicklung des Forts Konstantin und der Koblenzer Karthause von der Antike übers Mittelalter bis zur Neuzeit, sondern erhellt damit zugleich erstmals einen bislang zu wenig bekannten Teil der Koblenzer Stadt- und Heimatgeschichte. Zahlreiche historische Dokumente und Illustrationen veranschaulichen die Darstellungen.

Gerd Küppers, Der Mordfall Johann Meder

Ehrenbreitstein 1860

 

ISBN 978-3-95638-407-3

124 Seiten

Zwischen 1850 und 1860 gab es jahrelang keine einzige Scheidung in Ehrenbreit-stein. Dort ereignete sich im Februar 1860 eine fürchterliche Bluttat. Der Lehrer Joseph Keller erschlug den Gastwirt und Fuhrmann Johann Meder im ehelichen Schlafzimmer. Christine, die Ehefrau des Opfers, leistete Beihilfe zum Mord: Die polizeilichen Ermittlungen bestätigten, was man in Ehrenbreitstein bereits ahnte: der Lehrer und Christine hatten ein heimliches Verhältnis. Das Schwurgericht verurteilte die beiden zum Tod, gab der untreuen Ehefrau die moralische Hauptschuld. Man nannte sie sogar „eine Verworfene ihres Geschlechts“, die den Mord durch magische Verführungskunst heraufbeschworen habe. Der Lehrer wurde hingerichtet, doch der spätere Kaiser Wilhelm I. begnadigte Christine zwei Mal. Gestützt auf die veröffentlichten Gerichtsakten erzählt der Autor in diesem Roman sehr anschaulich und spannend vom Leidensweg einer jungen Frau, die morden ließ, um zu überleben.

Petra Weiß, Agnes zu Salm-Salm

Eine amerikanische Prinzessin in Koblenz

 

ISBN 978-3-934795-48-8

138 Seiten, zahlreiche Abb.

Ich werde mich der Zeit meines Aufenthaltes in jener Stadt stets mit
angenehmen und dankbaren Gefühlen erinnern.
                                                   
Agnes Prinzessin zu Salm-Salm

Eine amerikanisch Prinzessin? Und das in Koblenz? Eine heimliche Liebesheirat mit Felix Prinz zu Salm-Salm (1828-1870), der sich im amerikanischen Bürgerkrieg als Berufsoffizier verdingt, macht 1862 aus der exzentrischen Agnes Elisabeth Leclerq Joy (1840-1912) eine Angehörige des deutschen Hochadels. 1868 wird Felix Major im Koblenzer "4. Garde-Grenadier-Regiment Königin", dessen Regimentschefin Königin Augusta ist. Das Prinzenpaar gehört nun  zur High Society der Profinzhauptstadt. Ob bei der Königin im Schloss oder bei König Wilhelm in der Emser Kur: Die Salms sind häufig zu Gast, bis der Beginn des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 dem Leben zwischen Ballsaal und Bankett, Exerziersplatz und Parade ein jähes Ende setzt.

Die Historikerin Dr. Petra Weiß zeichnet den abenteuerlichen Lebensweg der Prinzessin Agnes anhand ihrer 1875 veröffentlichten Memoiren nach. Alles in allem eine bisher unbekannte Episode der Stadtgeschichte, die einen etwas anderen Blick auf die preußische Garnisonstadt eröffnet -- den einer außergewöhnlichen Frau, die es als exotisch anmutende, amerikanische Prinzessin an Rhein und Mosel verschlug.

Matthias Kellermann, Feste Kaiser Franz

(Hrsg. Feste Kaiser Franz e.V.)

ISBN 978-3-95638-403-5

Format: 297 x 210 mm
60 Seiten, Paperback

Die von 1817 bis 1822 erbaute Feste Franz war eine von drei Festen, die die Stadt Koblenz vor feindlichen Angriffen schützen sollten. Das Ensemble aus Feste und einigen vorgeschobenen Werken, das ab etwa 1865 "System Feste Franz" hieß, sicherte bis zu seiner Aufgabe 1890 den Petersberg in Koblenz-Lützel. Die bewegte Geschichte dieses Abschnitts der preußischen Festung Koblenz und Ehrenbreitstein fasst dieser Band zusammen.

Franz-Heinz Köhler "Koblenz zur Kaiserzeit"

Einwohnerentwicklung, Wirtschafts- und Sozialstruktur

ISBN 978-3-95638-400-4
168 Seiten

Koblenz als Residenzstadt der preußischen Rheinprovinz hat sich während der gesamten Kaiserzeit als Verwaltungs- und Militärstadt begriffen. So ist der Vergleich seiner Entwicklung mit den beiden, zu Beginn der Periode gleich großen Städten Mönchengladbach als Repräsentant des Frühindustrialismus und dem hochindustrialisierten Duisburg sehr aufschlussreich. Das fast rein katholische Koblenz hat sich in den ersten Jahren des Kaiserreichs schwer getan mit der protestantischen Regierung Preußens. Erst der zunehmende Wohlstand, das wachsende internationale Ansehen des Staates und der gemeinsame Kampf der Staatsleitung mit der katholischen Kirche gegen den Sozialismus hat die Einwohnerschaft mit der Regierung des Deutschen Reichs versöhnt. Dagegen hat diesem Meinungswandel keine Änderung der sozialen und wirtschaftlichen Struktur entsprochen.

Matthias Kellermann, Die preußische Festung Koblenz und Ehrenbreitstein

Zur Geschichte der rechtsrheinischen Festungswerke

 

ISBN 978-3-934795-63-1

212 Seiten, zahlreiche Abb.

20 Jahre nach Abschluss der Befestigungsarbeiten rund um Koblenz und Ehrenbreitstein begann 1854 mit dem Ausbau der Ehrenbreitsteiner Ortsbefestigung die sukzessive Verstärkung der rechtsrheinischen Koblenzer Festungssysteme. Verbesserungen in der Geschütztechnik und der Bau der rechtsrheinischen Eisenbahn erforderten und ermöglichten die Verstärkung alter und den Bau neuer Festungswerke auf dem Plateau vor der Feste Ehrenbreitstein, der Arzheimer sowie der Pfaffendorfer Höhe.
Nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 verlor die gesamte Festung Koblenz und Ehrenbreitstein aufgrund ihrer Lage jedoch mehr und mehr an Bedeutung. Nach dem Ersten Weltkrieg zwangen die Bestimmungen des Versailler Vertrags die Deutschen zu einer umfassenden Entfestigung der Rheinlinie, von der auch Koblenz betroffen war. Ein Großteil der rechtsrheinischen Festungswerke fiel 1927 der Schleifung zum Opfer, einzig die Feste Ehrenbreitstein konnte in einer dramatischen Rettungsaktion vor der Zerstörung bewahrt werden.

Winfried Dahmen, Zeitreise durch die Gülser Straße

ISBN 978-3-95638-402-8

79 Seiten, Paperback

In der nur 636 Meter langen Straße zwischen dem „Spilles“ und der Gülser Brücke gab es einst alles, was zum täglichen Leben notwendig war. Dafür sorgten zeitweise bis zu sechs Lebensmittel- und „Kolonialwaren“-Händler. Bei den Bäckern und Metzgern konnten die Kunden jeweils aus drei unterschiedlichen Geschäften wählen. Außer den drei Schuhmachern gab es noch eine Vielzahl von anderen

Handwerkern und Gewerbetreibenden, darunter auch zwei Kohlenhändler.

Für Unterhaltung und Geselligkeit sorgten zahlreiche Gasthäuser und Wirtschaften

mit meist ausgedehnten Gartenterrassen und Tanzsälen.

Wir staunen über dieses geschäftige Leben und über die vielen Menschen,

die in den kleinen Häusern und Wohnungen gelebt und gearbeitet haben.

Da ist es nur natürlich, dass sich ein Teil des täglichen Lebens auf der Straße abgespielt hat.

Daweli Reinhardt / Joachim Hennig, Hundert Jahre Musik der Reinhardts

ISBN 3-934795-24-2
2. Auflage, 111 Seiten

Daweli Reinhardt, Jahrgang 1932, ist ein Koblenzer Sinto, dessen kleine Welt mit 10 Jahren wie ein Kartenhaus zusammenfiel: Der bei Mitschülern und Lehrern beliebte Junge wurde mit 148 Koblenzer Sinti 1943 nach Auschwitz-Birkenau, in das Zigeunerlager, deportiert.

Mit 13 Jahren kehrte er, den Bruder an der Hand, nach Koblenz zurück. In dem Buch erzählt er aus seinem Leben und dem Leben seiner Familie, von den Schrecken des Konzentrationslagers, aber auch davon, wie man danach ohne Verbitterung ein würdevolles Dasein führen kann. Entstanden ist der Einblick in ein vielseitiges Musiker- aber auch Familienleben, das uns Respekt abverlangen muss.